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Die Austauschschule
Das
Collège Hector Berlioz ist eine Sekundarschule für
Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 9. Es ist
vergleichbar mit einer
Gesamtschule. Die Schule wurde erst vor wenigen Jahren gebaut und
befindet sich
etwas außerhalb von Colmar. Das Schulgebäude ist
beeindruckend groß und
weitläufig und bietet den Schülerinnen und
Schüler den neuesten technischen
Standard. Neben einer Kantine verfügt die Schule unter anderem
auch über ein
Krankenzimmer mit Krankenschwester. Am
Collège Herctor Berlioz gibt
es einen besonderen
Sprachenzug, die „classe bilingue“. Es handelt sich
dabei um Klassen, die
gleichzeitig zwei Fremdsprachen lernen (Deutsch und Englisch) und dabei
Deutsch
intensiv unterrichtet bekommen. Dies zeigt sich darin, dass die
Schülerinnen
und Schüler beispielsweise den Unterricht in Geschichte / Geographie und auch
Mathematik auf
deutsch erhalten.
Schülereindrücke
vom Austausch :
Die
Stadtrallye durch Colmar
Unsere
Lehrer, Frau Kunberger, Herr Schmelz und der Deutschlehrer unserer
französischen Freunde hatten eine aufregende Rallye
für die französischen und
deutschen Austauschschüler vorbereitet. Wir starteten an einem
wunderschönen
Cafe in der Altstadt. Dort warteten die Lehrer auf uns und gaben uns
neue
Arbeitsblätter, sobald wir mit den
vorherigen fertig waren. Es gab insgesamt 5 kleine
Arbeitsblätter. Die Aufgaben
bestanden darin, die Stadt Colmar und ihr Sehenswürdigkeiten
kennen zu lernen.
Die Sehenswürdigkeiten und die alten, interessanten
Gebäude zu bestaunen, hat
uns sehr viel Freude bereitet. Wir waren fasziniert von der
historisch gut
erhaltenen Stadt. In Colmar gibt es viele Fachwerkhäuser. Am
Ende taten uns die
Füße höllisch weh, aber es hat sich auf
alle Fälle gelohnt. Nach Colmar zugehen
ist auf jeden Fall empfehlenswert.
Der Unterricht
Am
zweiten Tag unseres Schüleraustausches mit Colmar nahmen wir
bis um 10 Uhr an dem Unterricht teil.
Der
Unterricht in Colmar unterscheidet sich wenig vom MLG-Unterricht. Der
Unterricht beginnt nicht wie bei uns um 7:45 Uhr, sondern um 8:00
Uhr.Die Stunden vergehen schneller, denn die Franzosen haben nur 1
Stunde
Unterricht pro Fach am Tag. Die Lehrer sind nett und freundlich.
Andererseits,
sind in den Klassen unterschiedlich alte Schüler (manche waren
14 Jahre alt).
Der Ausflug
Nach Schulende warteten wir auf
unseren Bus, der uns dann zu einem
Parkplatz fuhr, von dem aus wir eine Wanderung zum Château du
Hohlandsbourg
antraten. Die Wanderung war nicht sehr anstrengend, da der Wanderweg
fast eben
durch den schattigen Wald führte. Wir erreichten das
Château du Hohlandsbourg
nach ca. einer Stunde. Wir machten dann vor dem Château ein
kleines Picknick.
Anschließend erhielten wir von einem
Fremdenführer, der Deutsch und
Französisch sprach, eine interessante Führung durch
das alte Château.Die Hohlandsbourg liegt
auf einem 600m hohen Berg in Frankreich. Die Mauer um die Burg ist
ungefähr so
groß wie ein Fußballfeld (50m breit und 100m lang).
Im Mittelalter lebten 20-40 Menschen dort. Es gibt
sehr viele Treppen (Falltreppen), die aber
ungleichmäßig gebaut wurden, damit
die Feinde das Gleichgewicht verloren, denn sie hatten eine 30 Kilo
schwere
Rüstung an. Früher war der Schlossplatz ein
kreisförmiges Dorf, in dem
Handwerker und Töpfer wohnten. Die Hinterburg ist mit Wappen
verziert.
Heutzutage
gibt es nur noch einen tiefen Brunnen, einen Garten und ein Rundgang
mit toller
Aussicht.
Im
Mittelalter haben sie den Kanonen Spitznamen gegeben wie z.B.
-Hase
-Wildkatze
-Freund
von Niemand.
Bei
dieser Führung haben wir gelernt, dass früher die
Keller oben waren und noch
vieles mehr, z.B. dass es früher schwer war, Wasser zu finden.
Sie konnten nur
Regenwasser nehmen. Nach der Führung brachte uns der Bus zurück zum College Hector Berlioz, wo wir
die französischen
Austauschüler absetzten, uns von ihnen verabschiedeten und unsere Heimreise
nach Baden-Baden antraten.
Texte/Foto: Kunberger
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